Archiv für Juni 2009

Invisible but not hidden

Sonntag, Juni 28th, 2009

Hier eine kleines follow-up zu meinem Xcode-Artikel.

Mich hat ziemlich geärgert, dass einige Programme Dateien in meinem Dokumente-Ordner am Mac anlegen, die eigentlich in die Library gehören, weil es keine Dokumente sind, sondern nutzerspezifische Programmeinstellungen. In meinem Fallen waren das Microsofts Office und die Virtualisierungs-Software Parallels.

Natürlich kann man die Ordner nicht einfach verschieben, sonst funktioniert nichts mehr.
Aber hey, Mac OS X ist ja ein Unix! Einfach einen Punkt vor den Ordnernamen und die Ordner sind versteckt und nerven nicht mehr … Mist, das ist natürlich das gleiche Problem. Auch hier finden die Programme ihre Daten nicht mehr!

Ich hab also ein bisschen gesucht und bin tatsächlich fündig geworden. Es gibt in Unix-Systemen den Befehl setfile, mit dem man verschiedenste Eigenschaften von Dateien und Ordnern verändern kann. Unter anderem kann man Dateien und Ordner damit unsichtbar machen, ohne ihren Namen zu ändern. Will heißen, meine Programme finden ihre Dateien, aber die Ordner werden zum Beispiel im Finder (dem Dateimanager von OS X) nicht mehr angezeigt. Problem solved.

Der gesamte Befehl zum unsichtbar machen lautet:
setfile -a V <Ordner- oder Dateiname>

Eine kleine Anmerkung noch: Am Mac müssen die Developer Tools installiert sein, damit setfile zur Verfügung steht.